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Langweilen Sie Ihre Kunden?

Kinder kommen oft zu ihren Eltern und beschweren sich „Mir ist so langweilig!“ Was für gestresste Zeitgenossen wie ein Traum klingt, ist für unsere Kleinen oft der schlimmste Albtraum. Zum Desaster wird es allerdings, wenn Kunden sich langweilen. Verstehen Verkäufer es nicht, ihre Kunden zu begeistern, aktiv zu verkaufen, wird die Geschäftsbeziehung nur von kurzer Dauer und in dieser Zeitspanne sicherlich nicht von Erfolg gekrönt sein. Warum also langweilen Verkäufer ihre Kunden?

In einer Beziehung gibt es nichts Schlimmeres als Monotonie und Gleichgültigkeit. Liebe oder Hass, beides ist besser als sich irgendwann miteinander zu langweilen, nichts mehr Spannendes oder Neues am Anderen zu entdecken und nur noch im alten Trott nebeneinanderher zu leben. Was für eine Beziehung im Privaten Gültigkeit hat, gilt ebenso im geschäftlichen Bereich und ganz besonders im Verhältnis zwischen Unternehmen/Verkäufern und Kunden. Viele Verkäufer wurden jahrelang regelrecht „dressiert“, ihnen wurden Verkaufstechniken beigebracht und sie trainierten ausgiebig Kommunikationsstrategien. Und nun wundern sich Unternehmen, dass diese „dressierten“ Verkäufer alle nach dem gleichen Muster vorgehen. Was aber kann ein langweiliger Verkäufer unter langweiligen Verkäufern anderes tun, als seine Kunden zu langweilen?

Die eigene Gewissensberuhigung reicht nicht aus

Ist ein Kontakt vorhanden, haben Verkäufer zumindest die Chance, den Kunden zu langweilen. Von einem qualitativ hochwertigen Kontakt kann allerdings nicht die Rede sein. Da werden 08/15-Angebote abgegeben, nervige E-Mails verschickt und mit langweiligen Newslettern mehr das eigene Gewissen beruhigt als dem Kunden tatsächlich nützliche Informationen zur Verfügung gestellt. Doch nicht die Marketingabteilung mit noch so schönen Anzeigen oder die EDV-Abteilung mit der Gestaltung eines Newsletters verkauft, sondern der bewegliche Verkäufer, der Kunden immer wieder aktiv angeht, überrascht und final verkauft!

Leidenschaft siegt

Lange Jahre im Verkauf… das kann irgendwann zur Langeweile führen. Abläufe schleifen sich ein. Aus vertrauten Ritualen, die Sicherheit geben, wird abgestumpfte Routine. Der Kunde wird bedient, mehr aber auch nicht. Private Beziehungen beweisen es: Aus Langeweile kann auch wieder Leidenschaft werden. Wenn der Mut da ist, an längst vergangene Gefühle anzuknüpfen, alte Wege zu verlassen und neue Möglichkeiten zuzulassen.

Leidenschaft und Erfolg sind zwei Faktoren, die sich im Verkauf unmittelbar beeinflussen: Kein Verkaufserfolg ohne Leidenschaft und keine Leidenschaft ohne Verkaufserfolg. Wenn ein Verkäufer also nur mit Misserfolgen konfrontiert ist, wird er für seinen Beruf eher selten eine Leidenschaft entwickeln. Wenn eine Leidenschaft sich wirklich umsetzbar zeigt, ist dies meist der Fall, weil der Verkäufer in der Vergangenheit bereits Erfolge generiert hat. Leidenschaft wächst durch Siege, die man ohne Leidenschaft wahrscheinlich nie erreicht hätte. Bewahren Sie sich also – auch in Durstphasen – in jedem Fall den Spaß an der Sache, denn nur so können Sie die positive Spirale aus Erfolg und Leidenschaft immer wieder neu in Schwung brin­gen.

Proaktives Verkaufen ist gefragt

Veränderungen finden bekanntlich nur statt, wenn man selbst zu der Erkenntnis gelangt, dass sich etwas ändern muss. Verkäufer können also die Langweiligkeitsspirale nur dann bewenden, wenn Sie erkennen, wie wichtig Handeln ist. Dann erkennt auch der Kunde im Verkaufsgespräch: Hier ist ein Verkäufer, der sich selbst aktiv in das Gespräch einbringt, der mich immer wieder überrascht, mit dem es nicht langweilig wird.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Einkäufer in einem großen Unternehmen erlebt im Schnitt am Tag acht bis zehn Verkaufsgespräche. Und jeder Verkäufer, der ihn besucht, hat eine ähnliche Vorgehensweise. Genau da sollten Verkäufer, die mehr wollen, ansetzen: „Jetzt verändere ich meine Vorgehensweise im Verkaufsgespräch so, dass der Einkäufer die Möglichkeit hat, sich am Ende des Tages auch wirklich an mich zu erinnern. Ich werde in der Masse der Verkäufer der eine sein, der diesem Einkäufer durch eine aktive Verkaufsstrategie auffällt, der nicht nur beraten, sondern tatsächlich verkaufen will und wird.“

Natürlich gibt es die bequeme Art und Weise durch ein Verkäuferleben zu gehen. Aufträge tröpfeln so herein, die Anstrengung hält sich in Grenzen, ebenso jedoch der Spaß an der Sache. Zugegeben, manchmal ist der andere Weg verbunden mit Anstrengungen, gepflastert mit Schweiß, Blut und Tränen. Allerdings führt dieser direkte Weg auch zu unbändiger Leidenschaft, die sich – ganz nebenbei bemerkt – nicht nur auf Ihr Leben als Verkäufer im Business, sondern auch im Privatbereich positiv auswirken wird. Also: Move ist – make it – sell it! Geben wir der Langeweile im Verkauf keine Chance! Herzlichen Dank an Sascha Bartnitzki, IPT Innovatives Personaltraining für diesen Artikel.

Chancen erkennen….

Vielleicht kennen Sie die Geschichte schon: Ein Schuhproduzent sandte vor vielen Jahren zwei seiner Verkäufer nach Afrika. Beide sollten unabhängig voneinander die Chancen für einen Markteintritt der Schuhfirma prüfen. Der eine der beiden kam nach wenigen Tagen bereits wieder zurück und meinte: „Dort gibt es keinen Markt für uns, denn die Leute laufen alle barfuß herum!“

Der andere blieb gleich dort und telegrafierte nur noch: „Schickt alle Sortimente, die wir haben, hierher! Das ist ein Wahnsinns-Markt, denn: KEINER hier trägt Schuhe!“

Erkennen Sie auch Ihre wahren Chancen im täglichen Tun? Oder hat Sie das Risikovermeidungs- und Sicherheitsdenken unserer Gesellschaft auch schon in seinen Bann gezogen? Diskutieren Sie mit! Schildern Sie hier im Blog Ihre Erfahrungen…

Kunden im Kommunikationsnirwana

Ihr Telefon steckt voller Tücken? Kein Kunde entdeckt ausgerechnet Ihre Website? Niemand findet dort, was er sucht? Klingelt Ihr Handy auf dem Klo oder gar nicht? Die Flut von E-Mails lässt sich kaum beherrschen? Call Center und CRM kosten mehr, als sie einbringen? Das Computer-Netz treibt Sie in die Verzweiflung?

Das muss nicht sein: Verhindern Sie, dass die Erreichbarkeitsfalle zuschnappt und lassen Sie Ihre Kunden nie wieder im Kommunikationsnirwana verschwinden! Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte INCCA-Studie belegt: Mehr als zwei Drittel aller verlorenen Kunden wechseln nicht etwa aus Unzufriedenheit mit dem Produkt den Lieferanten. Selbst aggressives Abwerben durch den Wettbewerb spielt eine untergeordnete Rolle. Nein, der Hauptgrund, sich der Konkurrenz zuzuwenden, ist mangelnder Kundenservice!

Immer wieder decken Kundenzufriedenheits-Analysen einen ewigen Mangel auf: die ungenügende Erreichbarkeit des Unternehmens. Die Rede ist von undurchsichtigen Websites, falschen Kundendaten, schlecht informierten Mitarbeitern und schleppenden Reaktionen auf Telefonate, E-Mails oder Faxe. Umfragen haben ergeben, dass mehr als 70 Prozent aller geschäftlichen Anrufer ihren gewünschten Gesprächspartner nicht oder wenigstens nicht auf Anhieb erreichen!

Zehn Thesen zur Erreichbarkeitsfalle

  1. Sie sägen an den Nerven Ihrer Kunden, weil sich niemand in Ihrer Firma für Anfragen zuständig fühlt
  2. Kunden lassen sich ungern mit falsch verwendeten Telefonfunktionen zum Narren halten
  3. Kunden tappen in einen Hinterhalt, wenn sie sich auf die Mailbox Ihres Handys verlassen
  4. In der Flutwelle von E-Mails gehen die Nachrichten Ihrer Kunden jämmerlich unter
  5. Angesichts Milliarden spannender Websites halten Kunden Ihre Homepage für eine Bagatelle
  6. Ihr Kommunikationsnetz ist ein Maschenwirrwarr, in dem Ihre Kunden sich hoffnungslos verheddern
  7. Ihr Kunde glaubt sich im Tollhaus, wenn Ihre CRM-Lösung ihn in eine Zwangsjacke steckt
  8. Ihr Call Center erinnert an einem Tatort, weil Ihre Kunden den Aussagen nicht trauen mögen
  9. Gleich einem Husarenstück überrennt Ihr Computer-Telefon jeden Kunden mit Fragen und Antworten
  10. Anrufe, Faxe und E-Mails von Kunden verdampfen spurlos in der Hexenküche Ihrer Messaging-Lösung

(Quelle: „Die Erreichbarkeitsfalle – Lassen Sie Ihre Kunden nicht im Kommunikationsnirwana verschwinden“ Publicis, Erlangen, 2003, ISBN 3-89578-207-6, 244 Seiten, 29,90 Euro.

Leider umschiffen Sie das Kommunikationsnirwana (das ist ungefähr dort, wo Sie nie wieder von Ihrem Kunden hören) nicht mit einseitigen Maßnahmen wie neuer Technik hier, Telefon-Schulungen da oder Standard-eMails dort. Denn für sich genommen, erweisen sich deren Stärken längst als ausgereizt: Die Technik macht Fortschritte, ist aber allein kein Allheilmittel. Marketing gilt als unverzichtbar, verpufft aber ohne Ergebnis, wenn die Resonanzen teurer Maßnahmen kein Gehör finden im Unternehmen. Personal zu qualifizieren scheint ein Königsweg. Indes führt auch der in die Sackgasse, wenn das Unverständnis Einzelner Maßstab für den Stellenwert des Kunden bleibt.

Vielmehr ist eine besondere Strategie gefragt, die den diversen Anliegen von potenziellen und wirklichen Auftraggebern ebenso gerecht wird wie Ihren unternehmerischen Interessen und den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter. So erwartet jeder einzelne Geschäftspartner, im persönlichen Gespräch, aber zum Beispiel auch per Telefon, E-Mail, Internet, Fax oder Brief ebenso schnell wie kompetent bedient zu werden.

Gleichzeitig wird Ihr Unternehmen getrieben von Fragen des Wachstums, der Marktanteile und des zu erwirtschaftenden Profits; dabei möchte es in der Kunden-Kommunikation alle wichtigen Dinge tun und alle unwichtigen lassen. Schließlich hat jeder Mitarbeiter eigene Vorstellungen hinsichtlich seiner Möglichkeiten, effizient zu arbeiten, private Freiräume zu genießen und die Anerkennung seiner Leistung zu spüren.

Vor dem Hintergrund dieser Vielzahl offenbar sehr unterschiedlicher Ziele, Vorstellungen und Erwartungen zeichnen sich Anforderungen an die Kundenkommunikation ab, die sich mit einer Strategie der »zielorientierten Erreichbarkeit« bedienen lassen. Dabei wird keineswegs Erreichbarkeit »um jeden Preis« angestrebt. Vielmehr geht es um Formen von Erreichbarkeit, die die jeweils individuellen Absichten der Kunden und Geschäftspartner, des Unternehmens sowie der Mitarbeiter so gut wie irgend möglich miteinander in Einklang bringen. Daraus ergeben sich Anforderungen an die genannte Strategie, die sich in vier Dimensionen fassen lässt:

  • Die persönliche Dimension

Um die Eigenverantwortlichkeit Ihrer Mitarbeiter zu stärken, könnten Sie über einen »Kommunikationsrahmen« nachdenken, der in Form von Leitlinien beschreibt, wie Sie und alle anderen Menschen im Unternehmen mit den verfügbaren Kommunikationsmitteln (vor allem aber: mit den Kunden!) umgehen wollen.

  • Die Unternehmens-Dimension

Nicht alles, was technisch oder organisatorisch machbar ist, werden Sie in Ihrem Unternehmen gleich und sofort umsetzen können oder wollen. Aber das, was Ihnen wichtig erscheint, sollten Sie mit Nachdruck vorantreiben. Kümmern Sie sich dabei nicht allein um Fragen der Technik, sondern auch um Fragen des Miteinanders in Ihrer Firma.

  • Die zeitliche Dimension

Legen Sie fest, wann Sie oder Ihre Mitarbeiter auf den Kunden zugehen. Aber klären Sie vor allem, zu welchen regelmäßigen Zeiten Ihr Unternehmen für Kunden, Interessenten und Geschäftspartner wie und wo erreichbar ist – gegebenenfalls separat für verschiedene Abteilungen oder Bereiche Ihres Hauses. Berücksichtigen Sie aber auch die Interessen Ihrer Kunden, die möglicherweise anders »ticken« und eigene Terminwünsche haben.

  • Die Medien-Dimension

Entscheiden Sie, welche Kunden wann und wie auf Ihr Unternehmen zugreifen sollen. Beispielsweise könnten Sie Ihren Firmenkunden ein Internet-Bestellwesen nebst Auftragsverfolgung über Ihre Website anbieten, während Privatkunden vielleicht eine Telefon-Hotline offen steht.

Für eine fundierte Strategie, mit der Sie die »zielorientierten Erreichbarkeit« Ihres Unternehmens ansteuern können, sind umfassende Analysen und eine kompetente Planung unabdingbar: Fragen Sie Ihren Berater oder Anbieter nach Vorschlägen, die neben dem technischen Konzept die Gestaltung der Geschäftsprozesse im Unternehmen, die Schulung und Mitverantwortung der Mitarbeiter sowie vor allem die Sichtweisen Ihrer Geschäftspartner einbeziehen.

Im Ergebnis sollte Ihr Unternehmen dem Kunden stets präsent sein, während seine Kaufentscheidung reift. Schöpfen Sie persönliche Kontakte aus, nutzen Sie Call Center, E-Mail, Internet und was immer Ihrem Geschäft angemessen ist. Kombinieren Sie diese Kanäle so, dass sie hohen Nutzen im Sinne effizienter Kundenbindung und Kundengewinnung versprechen. Und bleiben Sie vor allem erreichbar! Herzlichen Dank an Jan de Vries, Systemischer Coach und Supervisor für diesen Artikel.

Selbstverteidigung mit Worten – Teil 2

Lassen Sie sich nicht treffen

Wenn Schlagfertigkeit als Mittel zum Gegenschlag eingesetzt wird, begegnen viele ihrem Gesprächspartner nicht gerade mit Wertschätzung. Ein Kontrahent setzt mit dieser Methode zum Gegenschlag an und stellt schnell eine andere Person vor anderen bloß. Statt schlagfertig sein zu wollen, sollten wir überlegen: Muss ich auf jede verbale Attacke reagieren? Das Sprichwort „Angriff ist die beste Verteidigung“ impliziert auch, dass wir uns durch Gegenangriffe verteidigen sollen – und genau darauf wartet ein Angreifer. Eine andere Frage sollte lauten: Ist mein Gesprächspartner mein „Gesprächsgegner“? Wir sollten uns bewusst machen, dass es sich nicht immer um eine Verbalattacke handelt. Menschen treten in Fettnäpfchen und merken es nicht, wenn sie etwas Unpassendes sagen.

Eine Alternative zur Schlagfertigkeit könnte also sein: den Angreifer ins Leere laufen lassen und nicht zeigen, dass man getroffen wurde. Abwarten und Schweigen ist ein Mittel, das in solchen Situationen deeskalierend wirkt. Wenn es mit Körpersprache untermauert wird – je nach Situation durch verschränkte Arme, einem langweiligen Blick oder ein freches Grinsen – kann Schweigen ein machtvolles Instrument sein. Denn nichts ärgert einen Angreifer mehr.

Schlagfertig werden

Schlagfertigkeit ist eine Kunst. Für dieses Handwerk ist zwar Talent nötig, aber mit der richtigen Vorbereitung auch zu erlernen. Diejenigen, die schlagfertig sein wollen, sollten sich die passenden Sätze zurechtlegen. Winston Churchills sprachliche Methode: Er lehnte seinen Widerspruch an die Bildsprache der Gesprächspartnerin an und konterte mit ihren eigenen Waffen. Möchten wir also wirklich schlagfertig werden, sollten wir uns eine Strategie überlegen – und das bevor wir attackiert werden.

Der Kommunikationsberater und Rhetorik-Experte René Borbonus weiß, dass Rhetorik ein Führungsinstrument ist und schlägt zwei Methoden mit Beispielen für Angegriffene vor, mit denen sie verbal kontern: Überall, wo gemeine Fragen, unsachliche Kritik oder persönliche Angriffe geäußert werden, sind treffende Analogien oder ausgefallene Metaphern ein hilfreiches Mittel für die Gegenseite. Wer auch noch seine Schwachstellen kennt, kann sich auf unfaire Bemerkungen vorbereiten und damit souverän und durchsetzungsfähig auftreten. Fragen Sie sich:

  • Welche Schwachstellen habe ich?
  • Wie kann ich reagieren, wenn diese Schwachstelle gegen mich verwendet wird?
  • Welche Metapher oder welches Gleichnis passt als Erwiderung?
  • Wie lässt sich damit Bezug zum Alltag herstellen?

Zwei Beispiele:  Ein Studierender, der deutlich länger als die Regelstudienzeit studiert hat, wird sehr wahrscheinlich im Vorstellungsgespräch oder im Familienkreis darauf angesprochen. Der Studierende kann sachlich und höflich darauf antworten und sein Verhalten erklären – was jedoch noch nicht „schlagfertig“ ist. Er könnte antworten: „Eine lange Dauer kann sehr wohl gute Qualität hervorbringen“ oder „Was lange dauert, muss ja nicht schlecht sein.“

Wirklich schlagfertig ist der, der nun auch ein Gleichnis dazu parat hat. Also: Gibt es im Alltag treffende Sätze? Hier gibt es viele Beispiele: „Der A-Klasse von Mercedes hätte etwas mehr Zeit in der Planungsphase bestimmt gutgetan!“ oder „Denken Sie mal an die „Sagrada Familia“ von Antoni Gaudi in Barcelona. Der Bau begann 1882, vor 2026 wird sie wahrscheinlich nicht fertig sein.“ Daraus ergibt sich eine schlagfertige Antwort auf kritische Fragen zur langen Studienzeit:  „Das stimmt. Ich habe etwas länger studiert als die meisten Studierenden. Jedoch habe ich die Zeit für Übungen, Seminare und Vorlesungen genutzt und mir so ein fundiertes Wissen angeeignet. Schauen Sie – das ist wie bei den ägyptischen Pyramiden: Es hat lange gedauert, sie zu erschaffen, dafür stehen sie heute noch!“

Auch wenn Metaphern angreifbar sind. Wenn sie gut überlegt sind, wirkt derjenige, der kontert, souverän, schlagfertig und wird geachtet. Wer von Beruf Psychologe ist, wird ziemlich häufig Sprüche hören wie „Ah – da muss ich aufpassen, was ich sage. Alles, was ich sage wird bestimmt genauestens analysiert.“ Das kann gerade im Alltag störend sein. Mit der gleichen Vorgehensweise wie im oberen Beispiel könnte es im ersten Schritt heißen „Nur weil ich Psychologin bin, heißt das doch nicht, dass ich permanent Menschen und Aussagen analysiere“.

Danach folgt die abstrakte Variante: „Nur weil ich Englisch gelernt habe, spreche ich ja nicht die ganze Zeit Englisch.“ oder „Nur weil ich einen Jagdschein habe, bin ich nicht ständig auf der Pirsch“. Daraus ergibt sich eine schlagfertige Antwort auf eine „überraschende“ Bemerkung zum Beruf des Psychologen: „Nur weil ich Psychologie studiert habe, heißt das nicht, dass ich permanent Menschen analysiere. Schauen Sie – nur weil Sie Pilot sind, sind Sie ja auch nicht mit dem Flugzeug zum Essen erschienen.“ Solche schlagfertigen „Argumente“ lassen sich für jeden Beruf finden. Herzlichen Dank an Anette Rößler für diesen Artikel.

Selbstverteidigung mit Worten – Teil 1

Wer schlagfertig kontert, geht aus einer verbalen Attacke als souveräner Gewinner hervor. Statt spontan zu reagieren, fällt einem die passende Antwort oft erst viel später ein. Gerade während einer wichtigen Präsentation, in einer Besprechung oder auch im Alltag ist das ärgerlich. Das Problem: sprachliche Angriffe sind nicht vorhersagbar. Das macht es schwer, diese Fertigkeit zu erlernen. Die richtige Vorbereitung macht es dennoch möglich.

Den meisten wurde es von klein auf beigebracht und für viele ist es eine bewährte Methode. Im Fußball genauso wie in der Politik. Wer attackiert wird, verteidigt sich, denn Angriff ist die beste Verteidigung – heißt es. Und wenn wir mit dummen Sprüchen, Beleidigungen, Killerphrasen, provokativen Fragen oder einer unsachlichen Kritik konfrontiert werden, wollen wir uns verteidigen. Nur wie? Ein rhetorisches Mittel ist die Schlagfertigkeit. Das Problem: Verbale Attacken treffen uns unvorbereitet im Privat- oder Berufsalltag. Eine passende Antwort fällt oft erst viel später ein. Deshalb nehmen sich viele vor, bei der nächsten Gelegenheit schlagfertiger zu reagieren.

Das Stichwort

Schlagfertigkeit ist die Fähigkeit, sprachlich schnell und treffend auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren. Das Wort stammt aus dem Militär-Jargon, wo die Schlagfertigkeit einer Armee ihre Bereitschaft zum sofortigen Einsatz bedeutet. Killerphrasen sind allgemeine, unsachliche Aussagen oder Fragen wie „Was verstehen Sie schon davon?“ oder „Sie haben doch gar keine Ahnung!“

Wer schlagfertig ist, ist durchsetzungsfähig

Schlagfertig ist, wer in einer Diskussion, im Meeting, während einer Präsentation oder im Bewerbungsgespräch spontan und wendig kontert. Diejenigen, die ihren Standpunkt gegenüber verbalen Angriffen auf diese Art verteidigen, stoppen Verbalattacken, bevor ein Konflikt daraus entsteht. Angreifer stehen dann selbst in schlechtem Licht da, während die Verteidiger souverän, selbstsicher und durchsetzungsfähig wirken. So ist es auch zu erklären, weshalb schlagfertige Menschen mit ihren treffenden, oft witzigen Bemerkungen gut ankommen. Der britische Premierminister Winston Churchill war zum Beispiel für seine sprachlichen Reaktionen bekannt. Bei einer Abendgesellschaft wurde Winston Churchill von einer ihm unbekannten Dame angegangen „Wenn ich Ihre Frau wäre, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee schütten.“ Churchill antwortete „Und wenn ich Ihr Mann wäre, würde ich ihn trinken.“ In einer anderen Situation konterte Churchill angeblich so: Auf die schriftliche Einladung des Sozialisten George Bernhard Shaw zu seiner Theaterpremiere „Bringen Sie einen Freund mit, wenn Sie noch einen haben.“ erwiderte Churchill in einem Brief „Leider bin ich an dem Abend parlamentarisch gebunden. Ich würde aber gerne zur zweiten Vorstellung kommen – falls es noch eine gibt.“

Weil spontanes Kontern so gefragt ist, gibt es Ratgeber, Trainer und Seminare, mit deren Hilfe geübt wird. Die eine Anleitung zur Schlagfertigkeit gibt es allerdings nicht – und kann es auch nicht geben. Viele vergessen, dass Schlagfertigkeit ein Talent und nur schwer erlernbar ist. Schlagfertigkeit ist nämlich nicht immer das, nach was es aussieht, also das schnelle sprachliche Reagieren auf unvorhergesehene Situationen. Der bekannte Showmaster Rudi Carrell soll dazu passend gesagt haben: „Wenn man einen Spruch aus dem Ärmel schütteln will, dann muss man ihn vorher reinstecken.“

Auch in Filmen ist Schlagfertigkeit das Ergebnis von Drehbuchautoren, die sich eine passende Antwort gut überlegt haben. Diese Fertigkeit ist eine große Herausforderung, denn schlagfertig sein heißt:

  • situationsspezifisch entgegnen: Zum Beispiel auf eine missglückte Äußerung aus dem Publikum während einer Präsentation.
  • schnell beziehungsweise spontan reagieren: Wer lange überlegt ist nicht schlagfertig.
  • humoristisch sein: Zum Beispiel durch eine witzige Bemerkung sympathisch bei Gesprächspartnern erscheinen.
  • dosiert antworten: Wer mit spitzer Zunge formuliert, provoziert leicht Missverständnisse oder stellt andere bloß.

Gelassenheit ist also angebracht. Es bringt nichts, sich selbst unter Druck zu setzen, weil gerade kein treffender Satz eingefallen ist. Schließlich ist es häufig dasselbe Problem bei sprachlichen Attacken: Ärgern wir uns in einer bestimmten Situation über unser Gegenüber, werden Stresshormone ausgeschüttet.

Aus Psychologie und Gehirnforschung ist bekannt, dass Menschen das als Angriff interpretieren und drei verschiedene Reaktionen denkbar sind: Angriff, Flucht oder Schutz. Da Flucht heute im Gegensatz zu früher sehr oft keine Alternative mehr ist, reagieren die meisten mit einem Black-Out. Kein Wunder also, dass ihnen nichts Passendes auf Anhieb einfällt. Außerdem geht es auch anders: Menschen müssen nicht zeigen, dass Sie getroffen wurden. Herzlichen Dank an Anette Rößler für den ersten Teil  dieses Artikels. Den anderen Teil gibt es in Kürze, also: stay tuned…

Die Kraft der Vorstellung

Sie kennen doch bestimmt das weiße Kaninchen mit der großen Uhr aus Alice im Wunderland, immer gehetzt, immer in Eile, ständig ruft es: „Ach je, ach je, ich komm‘ zu spät!“ Gehetzt von Terminen mit Kunden vergessen Verkäufer oft das Wesentliche – den Kunden! Entscheidend ist im Verkauf deshalb, sich immer wieder grundlegende Abläufe ins Gedächtnis zu rufen und zu fokussieren, was wirklich wichtig ist: Die Kraft der eigenen Vorstellung und eine überzeugende Sprachstruktur, um den Kunden für sich zu gewinnen und den Umsatz zu steigern.

Viele Verkäufer brennen vor positiver Energie und überrennen, wenn auch meistens unbewusst und ungewollt, so oftmals ihre Kunden. Gegen eine grundsätzlich positive Energie ist im Verkauf nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Allerdings sollte sie wohltemperiert und gezielt verwendet werden. Starten Verkäufer immer wieder mit blindem Elan in Verkaufsgespräche, werden sie mit ihren Kunden unliebsame  Überraschungen erleben: Die Ablehnung wächst in dem Maße wie die Abschlüsse sinken. Irrtümlich meint der Verkäufer, vielleicht einfach nur noch mehr Energie einbringen zu müssen… dabei wäre das Gegenteil viel ratsamer!

Die Kraft der Vorstellung – nach innen

Prägende Bilder aus unserer Vergangenheit sind ausschlaggebend für das Handeln und Steuern unserer Emotionen im Verkauf. Und eben diese Emotionen bewegen oft den Kunden wesentlich mehr als logische Fakten, die er von jedem anderen Anbieter ebenso erhält. Bevor es zum Kundengespräch kommt oder ein neues wichtiges Projekt ansteht, sollte der Verkäufer sich in Ruhe folgende direkte und unumgängliche Fragen stellen: „Worauf bin ich stolz in meinem Leben?“, „Wofür bin ich dankbar?“ Die Kraft der Vorstellung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Verkauf. Kunden merken sofort, wenn etwas nicht stimmt und reagieren darauf mit Skepsis.

Nur in einem ausgewogenen und zufriedenen Zustand gewinnen Verkäufer Kunden im Nu für sich. Mit Leidenschaft und Lust bekommen Verkäufer eine überzeugende Aura. Sind diese authentisch und schwingen sich positiv ein, präsentieren Verkäufer auch ein ausgeglichenes Bild nach außen. Genau diese Kontrolle der eigenen Zustandswelt ist für ein überzeugendes Auftreten gegenüber dem Kunden unerlässlich. Außerdem können Verkäufer auf dieser Basis ihre Gedanken besser strukturieren, das Wesen des Kunden leichter verstehen, schon im Vorfeld scheinbare Unsicherheiten klären, das Produkt in geeigneter Weise präsentieren und dadurch den Kunden im direkten Gespräch leichter überzeugen.

Die Kraft der Vorstellung – nach außen

Imaginäre Bilder helfen nicht nur dem Verkäufer, sich selbst besser zu verstehen, sondern auch Kunden gezielter anzusprechen. Hinter unserem Handeln liegen tief sitzende und prägende Bilder, hinter diesen Bildern stecken Gefühle und hinter diesen Gefühlen wiederum Werte – Werte, hinter denen sich unbewusst alles verbirgt, was den Kunden zum Handeln bewegt. Diese Gedankenwelt zu steuern ist nicht einfach und in beiden Fällen, ob bei sich selbst oder im Umgang mit Kunden, ein komplexes Thema. Wer als Verkäufer allerdings die Vorstellungskraft seines Kunden aktivieren kann, Bilder im Kopf anschaulich lebendig werden lässt, hat im Verkauf enorme Vorteile. Folgende zwei Stepps bauen dabei logisch aufeinander auf:

  • Stellen Sie Ihrem Kunden die richtigen Fragen, und er wird schon jetzt fühlen, hören und sehen, wie er das Produkt in Händen hält, es benutzt und davon profitiert.
  • Bringen Sie Ihren Kunden nun dazu, aus der eigenen Perspektive genau zu schildern, was er mit dem Produkt alles machen kann, wie und wann er es erfolgreich einsetzt.

Qualität der Fragen steigert Quantität der Abschlüsse

Der Kunde muss das Gefühl haben beziehungsweise entwickeln, dass er schon heute im Besitz des Produktes ist. Er muss sich selbst, wie in einem Film, in der Zukunft sehen, wie er mit dem Produkt umgeht. Verkäufer, die auf diese Weise in die Denkstrukturen ihrer Kunden eintauchen, haben ein leichtes Spiel im Verkauf. Die drei folgenden Stepps geben den nötigen strukturellen Rahmen für ein optimales Verkaufsgespräch:

1. Konsequenz aufzeigen

Kunden möchten verständlicherweise eine optimale Lösung erhalten. Verkäufer können mit dem Faktor Konsequenz auf anschauliche Art und Weise Vertrauen beim Kunden aufbauen. Hier ist nicht nur die perfekte Gelegenheit, das Produkt in vollem Glanz erstrahlen zu lassen, sondern auch, dem Kunden klar und deutlich zu vermitteln, mit welchen Konsequenzen er rechnen muss, wenn er nicht kauft:

  • Das heißt …?
  • Das bedeutet für Sie …?
  • Das führt dazu …?

2. Positive Absicht demonstrieren

Einmal mehr lautet die Devise im Verkaufsgespräch: Zuhören! Was strebt der Kunde an? Welche positive Absicht verfolgt er? Nur wenn der Verkäufer auf eventuelle Bedenken und Anmerkungen des Kunden eingeht, fühlt sich der Kunde gut aufgehoben und sicher. Ein guter Grundpfeiler, um auch Einwände in positive Absichten umzuwandeln:

  • Ihre Absicht ist also …?
  • Sie möchten also …?
  • Ihr Wunsch ist …?

3. Hierarchie der Werte veranschaulichen

Welcher Wert ist für den Kunden der höchste? Durch Fragen kann der Verkäufer ein neues Ziel definieren, das für den Kunden evtl. sogar einen höheren Wert hat als das, das er ursprünglich angestrebt hat:

  • Ist es nicht besser …, als …?
  • Ist es nicht schöner …, anstatt …?
  • Ist es nicht nützlicher …, als …?

Wichtig ist in allen drei Bereichen die Qualität der Fragen, denn diese steigert die Quantität der Abschlüsse. Und damit setzt sich für den Verkäufer eine Erfolgsspirale in Gang: Je mehr Abschlüsse umso mehr Umsatz; je mehr Umsatz umso größer ist die Gelassenheit und Sicherheit, ein Verkaufsprofi zu sein. Strahlend bei einem Verkaufsgespräch zu überzeugen, ist nicht immer einfach, wenn das ein oder andere nicht so läuft, wie erwartet. Die eigene innere Ruhe und Zuversicht, die dem Kunden suggeriert, dass er genau bei diesem (und keinem anderen) Verkäufer sehr gut aufgehoben ist, bietet jedoch eine solide Basis im Beziehungsaufbau. Mit dem Alltagsdruck umgehen und dabei nicht den Spaß verlieren, ist das Credo, das den Verkäufer von einem Erfolg zum nächsten führt.

Fazit

Und wenn das weiße Kaninchen wieder einmal auftaucht und mit einem Blick auf seine Uhr drängt: Bleiben Sie ruhig; gehen Sie, wie Sie es gelernt haben, Schritt für Schritt vor. Kunden sind auch nur Menschen … und viele von ihnen kennen das weiße Kaninchen ebenfalls. Wie wohltuend ist es da, gemeinsam einen Gang zurückzuschalten, ein ebenso angenehmes wie zielführendes Verkaufsgespräch zu führen, das beide mit dem guten Gefühl verlassen, das Richtige getan und sich richtig entschieden zu haben. Danke an Marc M. Galal für diesen Artikel.

Langweilen Sie Ihre Kunden?

Kinder kommen oft zu ihren Eltern und beschweren sich „Mir ist so langweilig!“ Was für gestresste Zeitgenossen wie ein Traum klingt, ist für unsere Kleinen oft der schlimmste Albtraum. Zum Desaster wird es allerdings, wenn Kunden sich langweilen. Verstehen Verkäufer es nicht, ihre Kunden zu begeistern, aktiv zu verkaufen, wird die Geschäftsbeziehung nur von kurzer Dauer und in dieser Zeitspanne sicherlich nicht von Erfolg gekrönt sein. Warum also langweilen Verkäufer ihre Kunden?

In einer Beziehung gibt es nichts Schlimmeres als Monotonie und Gleichgültigkeit. Liebe oder Hass, beides ist besser als sich ir­gendwann miteinander zu langweilen, nichts mehr Spannendes oder Neues am Anderen zu entdecken und nur noch im alten Trott nebeneinanderher zu leben. Was für eine Beziehung im Privaten Gültigkeit hat, gilt ebenso im geschäftlichen Bereich und ganz besonders im Verhältnis zwischen Unternehmen/Verkäufern und Kunden. Viele Verkäufer wurden jahrelang regelrecht „dressiert“, ihnen wurden Verkaufstechniken beigebracht und sie trainierten ausgiebig Kommunikationsstrategien. Und nun wundern sich Unternehmen, dass diese „dressierten“ Verkäufer alle nach dem gleichen Muster vorgehen. Was aber kann ein langweiliger Verkäufer unter langweiligen Verkäufern anderes tun, als seine Kunden zu langweilen?

Die eigene Gewissensberuhigung reicht nicht aus

Ist ein Kontakt vorhanden, haben Verkäufer zumindest die Chance, den Kunden zu langweilen. Von einem qualitativ hochwertigen Kontakt kann allerdings nicht die Rede sein. Da werden 08/15-Angebote abgegeben, nervige E-Mails verschickt und mit langweiligen Newslettern mehr das eigene Gewissen beruhigt als dem Kunden tatsächlich nützliche Informationen zur Verfügung gestellt. Doch nicht die Marketingabteilung mit noch so schönen Anzeigen oder die EDV-Abteilung mit der Gestal­tung eines Newsletters verkauft, sondern der bewegliche Verkäufer, der Kunden immer wieder aktiv angeht, überrascht und final verkauft!

Leidenschaft siegt

Lange Jahre im Verkauf… das kann irgendwann zur Langeweile führen. Abläufe schleifen sich ein. Aus vertrauten Ritualen, die Sicherheit geben, wird abgestumpfte Routine. Der Kunde wird bedient, mehr aber auch nicht. Private Beziehungen beweisen es: Aus Langeweile kann auch wieder Leidenschaft werden. Wenn der Mut da ist, an längst vergangene Gefühle anzuknüpfen, alte Wege zu verlassen und neue Möglichkeiten zuzulassen.

Leidenschaft und Erfolg sind zwei Faktoren, die sich im Verkauf unmittelbar beeinflussen: Kein Verkaufserfolg ohne Leidenschaft und keine Leidenschaft ohne Verkaufserfolg. Wenn ein Verkäufer also nur mit Misserfolgen konfrontiert ist, wird er für seinen Beruf eher selten eine Leidenschaft entwickeln. Wenn eine Leidenschaft sich wirklich umsetzbar zeigt, ist dies meist der Fall, weil der Verkäufer in der Vergangenheit bereits Erfolge generiert hat. Leidenschaft wächst durch Siege, die man ohne Leidenschaft wahrscheinlich nie erreicht hätte. Bewahren Sie sich also – auch in Durstphasen – in jedem Fall den Spaß an der Sache, denn nur so können Sie die positive Spirale aus Erfolg und Leidenschaft immer wieder neu in Schwung bringen.

Proaktives Verkaufen ist gefragt

Veränderungen finden bekanntlich nur statt, wenn man selbst zu der Erkenntnis gelangt, dass sich etwas ändern muss. Verkäufer können also die Langweiligkeitsspirale nur dann wenden, wenn Sie erkennen, wie wichtig Handeln ist. Dann erkennt auch der Kunde im Verkaufsgespräch: Hier ist ein Verkäufer, der sich selbst aktiv in das Gespräch einbringt, der mich immer wieder überrascht, mit dem es nicht langweilig wird.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Einkäufer in einem großen Unternehmen erlebt im Schnitt am Tag acht bis zehn Verkaufsgespräche. Und jeder Verkäufer, der ihn besucht, hat eine ähnliche Vorgehensweise. Genau da sollten Verkäufer, die mehr wollen, ansetzen: „Jetzt verändere ich meine Vorgehensweise im Verkaufsgespräch so, dass der Einkäufer die Möglichkeit hat, sich am Ende des Tages auch wirklich an mich zu erinnern. Ich werde in der Masse der Verkäufer der eine sein, der diesem Einkäufer durch eine aktive Verkaufsstrategie auffällt, der nicht nur beraten, sondern tatsächlich verkaufen will und wird.“

Natürlich gibt es die bequeme Art und Weise durch ein Verkäuferleben zu gehen. Aufträge tröpfeln so herein, die Anstrengung hält sich in Grenzen, ebenso jedoch der Spaß an der Sache. Zugegeben, manchmal ist der andere Weg verbunden mit Anstrengungen, gepflastert mit Schweiß, Blut und Tränen. Allerdings führt dieser direkte Weg auch zu unbändiger Leidenschaft, die sich – ganz nebenbei bemerkt – nicht nur auf Ihr Leben als Verkäufer im Business, sondern auch im Privatbereich positiv auswirken wird. Also: Move ist – make it – sell it! Geben wir der Langeweile im Verkauf keine Chance! Danke an Sascha Bartnitzki, IPT Innovatives Personaltraining.

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